Mein Bullet Journal im September

Diesen Monat stand ja eine Reise nach Italien an, die natürlich ganz andere Seiten im Bullet Journal hervorgerufen hat als der normale Alltag. Außerdem habe ich mich zum ersten Mal an eine Running List gewagt. Viel Spaß!

01
Cover & Start-Reflexion

Das Monthly Cover habe ich mit Acrylfarben gemalt. Bevor jemand fragt, das waren ganz günstige aus USA, leider habe ich hier nichts Vergleichbares gefunden. Rechts habe ich aufgeschrieben, worauf ich mich freue, habe fünf Monatsziele definiert, die anstehenden Geburtstage notiert und eine Leseliste gemacht.

Fazit: Die Geburtstagsliste ohne Erinnerungsfunktion bringt bei mir überhaupt nichts. Ich lasse das ab jetzt in meinem digitalen Kalender inklusive Erinnerung. Der Vorfreude-Kasten gefällt mir eigentlich ganz gut. Allerdings habe ich den Eindruck, er bringt mir nicht unbedingt Mehrwert oder neue Einsichten. Mal schauen, ob ich das beibehalte. Die fünf Goals werde ich nächsten Monat auf drei reduzieren, um das Ganze im machbaren Bereich zu halten und die Leseliste habe ich irgendwie nicht eingehalten. Da muss ich mir auch eine bessere Tracking-Methode überlegen.

02
Monatsübersicht

Diesmal wollte ich ausprobieren, was Ryder Carroll in seinem Buch beschreibt. Er macht für jeden Monat eine Übersicht mit Terminen und Tasks. Allerdings schreibt er bei den Terminen die Dinge erst hinterher hinein, wenn er sie geschafft oder erledigt hat. Irgendwie ist mir nicht ganz klar, was da dann rein gehört. Termine bei denen ich war brauche ich hinterher für mich nicht schriftlich und erledigte Aufgaben habe ich ja immer in der To-Do-Liste. Ich fand die Idee irgendwie aber ganz nett, zu sehen, womit man sich in diesem Monat so beschäftigt hat und habe kleinere Meilensteine eingetragen. Die monatlichen Tasks habe ich auch in den letzten Monaten schon gehabt und finde ich extrem hilfreich. Da kommt alles rein, was irgendwann diesen Monat passieren soll, ohne festes Datum.

Fazit: Die Datums-Übersicht brauche ich nicht, da ich nicht so genau weiß, was ich dort hineinschreiben soll. Termine plane ich weiterhin lieber digital. Die monatlichen Tasks sind für mich hingegen nicht mehr wegzudenken!

03
Woche 1

Ich glaube, das ist mein meist-geliktes Bild auf Instagram! In dieser Woche habe ich neben der To-Do-Liste auch die Kategorien „Antworten“, „Recherchieren“ und (nachdem das Bild entstanden ist auch) „Collections“ untergebracht. Dort kann ich solche Aufgaben dann nach Thema geordnet eintragen. Collections sind Themen-Seiten oder Listen, die ich im Bullet Journal gerne noch anlegen möchte. Außerdem habe ich eine kleine Übersicht über mein aktuelles Lesefutter gemacht (in Hinblick auf meine Bachelorarbeit) und kann tracken, was ich gelesen und zusammengefasst habe. Außerdem tracke ich weiter meinen Schlaf und meine Gewohnheiten. Das Highlight der Woche und neue Erkenntnisse (insights) sind altbewährt dabeigeblieben 🙂

Fazit: Die Extra-Kategorien neben der To-Do-Liste finde ich wirklich hilfreich. Dadurch kann ich inhaltlich zusammenhängende Aufgaben an einem Stück erledigen und muss mich nicht immer zwischendurch neu drauf einstellen. Auch den Bücher-Tracker fand ich super hilfreich. Es macht Spaß, wenn man auch die eher nervigen Zusammenfassungen irgendwo abhaken kann und visuell sieht, was man geschafft hat!

04
Woche 2

Ich brauchte mehr Platz für die To-Dos und habe sie diesmal wieder thematisch in die verschiedenen Kästchen eingeordnet. Dafür ist gezwungenermaßen der Lese-Tracker etwas kleiner geworden. Alles andere durfte von der letzten Woche bleiben.

Fazit: Kategorien helfen mir bei To-Dos echt extrem. Allerdings hat der Platz wieder mal nicht gereicht und ich musste um die Kästchen herum weitere To-Dos „anbauen“. In der nächsten Woche muss mehr Platz her! Außerdem fände ich es ganz gut, die Aufgaben auch einem Tag zuordnen zu können. Den Schlaf zu tracken finde ich nach wie vor interessant, konnte daraus aber bisher nichts ableiten.

05
Urlaubsplanung

Packlisten, wo Unterhosen drauf stehen, finde ich immer ziemlich verrückt. Wer vergisst denn Unterhosen?! Meine Packliste beschränkt sich also auf das, was nicht vergessen werden darf und das, was ich üblicherweise vergesse. Außerdem finde ich es ganz hilfreich, die Eckdaten der Reise noch mal analog zu haben. Also Abflugszeit etc. Für die Reise habe ich mir verschiedene Städte/Restaurants/Erlebnisse vorher rausgesucht, die ich dann rechts eingetragen habe. Unten klebe ich noch ein Bild ein mit der schönsten Erinnerung.

Fazit: Die Reiseplanung fand ich mit dieser Seite wirklich angenehm. Würde ich nächstes Mal wieder so machen!

06
Woche 3 – Urlaubswoche

Normalerweise mache ich ja keine Einzeltage-Übersicht. Aber im Urlaub fand ich das ganz gut um kleine Tagebuch-Einträge zu schreiben. Ok, Stichpunkte 😀
Alles an To-Dos ist direkt in das Feld „next week“ gewandert. Links habe ich meine Gewohnheiten weiterhin und statt dem Schlaftracker diesmal das Wetter eingetragen.

Fazit: Das Wetter habe ich lieber in der App nachgeschaut, sowas brauche ich einfach nicht im Bujo. Aber das „Tagebuch“-Layout für den Urlaub fand ich super und die „next week“-Idee hat auch perfekt funktioniert.

07
Woche 4

Die Woche nach dem Urlaub ist ja immer besonders viel nachzuholen und deshalb dachte ich mir, eine ganze Seite für To-Dos sollte endlich mal genug Platz bieten! Die Liste ist diesmal eine sogenannte Running List. Lasst mich gerne mal in den Kommentaren wissen, wenn euch das interessiert, dann erkläre ich es in einem separaten Post oder Video noch mal.

Links habe ich die Projekte, an denen ich prinzipiell täglich weiterarbeiten kann, in die Kästchen eingetragen. Wenn ich an einem Tag daran gearbeitet habe, habe ich eine der sieben Kästchen-Spalten ausgemalt.

Fazit: Die Tracker links waren ziemlich hilfreich: Am Ende konnte ich sehen, woran ich am meisten und vor allem regelmäßig weitergearbeitet habe. Die Running List fand ich auch sehr gut. Sie zeigt einem genau auf, welche Dinge man ständig aufschiebt und man kann super die Aufgaben planen. Ich habe zum Beispiel thematisch zusammenhängende Dinge immer auf einen Tag gelegt.

08
Monats-Reflexion

Mein Washi-Chart hat inzwischen bald Kultstatus und durfte auch diesmal nicht fehlen. Es macht einfach generell Spaß, auf einer Skala Dinge einzutragen, aber mit Washitape noch mal umso mehr! Mittlerweile schreibe ich auch gern ein paar Sätze über den vergangenen Monat.

Fazit: Besonders gut finde ich immer, zu sehen mit wem ich meine Zeit verbringe. Dabei frage ich mich nämlich auch, wie ich mich mit der jeweiligen Person fühle. Menschen, die mir gut tun, werde ich versuchen häufiger zu sehen, Kräfte zehrende Kontakte vielleicht lieber einschlafen lassen.

Das war mein Monat September

Das war also mein September. Ein Monat, in dem ich sehr viel zu tun hatte, sodass oft der Platz für die ganzen Aufgaben nicht gereicht hat. Vielleicht fällt mir da eine Lösung ein für Oktober. Ich behalte einen schönen Urlaub in Italien in Erinnerung, schätze die Menschen um mich herum und gehe insgesamt zufrieden in den Oktober 🙂

Ich hoffe, euch hiermit ganz viel Inspiration für euer eigenes Bullet Journal gegeben zu haben.
Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir gerne einen Kommentar.

Eure Carolin